Zum Inhalt springen

WSAL27710 – PCIe TO 2-CH M.2 HAT+ (B)

Aus JW Tech Wiki
Version vom 6. September 2026, 00:37 Uhr von JWTechPublisher (Diskussion | Beiträge) (Freigegebene technische Dokumentation veröffentlicht; Text-only und noindex)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Dokumentationshinweis: Diese technische Dokumentation wurde aus einer archivierten Lieferantenquelle neu formuliert. Technische Angaben und Befehle müssen vor der Verwendung mit der Produktversion und den Herstellerunterlagen abgeglichen werden.

Zusammenfassung

Technische Übersicht des Waveshare PCIe TO 2-CH M.2 HAT+ (B) für den Raspberry Pi 5: NVMe-SSD-Anbindung, Partitionierung, Formatierung, Einhängen, Boot von der SSD und Leistungsmessung.

Zugeordnete Produkte bei JW Tech

Technische Übersicht

  • Der Adapter ist ein PCIe-zu-M.2-Adapterboard für den Raspberry Pi 5 und unterstützt M.2-Festplatten in den Größen 2230, 2242, 2260 und 2280.
  • Nur das Modell Pi 5B wird unterstützt; die PCIe-Schnittstelle läuft im Gen2-x1-Modus.
  • Das Board verfügt über zwei M.2-Steckplätze; für das Booten wird empfohlen, die Start-SSD am Port NVME1 anzuschließen.
  • Zwei Status-LEDs zeigen an: PWR leuchtet dauerhaft bei Stromversorgung, ACT blinkt während Lese-/Schreibvorgänge laufen.
  • Die PCIe-Schnittstelle ist auf dem Pi 5 standardmäßig aktiviert; falls nicht, muss 'dtparam=pciex1' in /boot/firmware/config.txt ergänzt werden.
  • Nach Neustart erkennt das System die SSD als nvme0n1; Partitionierung erfolgt mit fdisk, Formatierung mit mkfs.ext4.
  • Zum Einhängen wird ein Zielverzeichnis erstellt und die Partition eingebunden; df -h zeigt den verfügbaren Speicherplatz an.
  • Für automatisches Einhängen nach Neustart wird eine Zeile in /etc/fstab ergänzt und mit 'sudo mount -a' aktiviert.
  • Zum Booten von der NVMe-SSD wird über 'rpi-eeprom-config --edit' die Variable NVME_CONTROLLER=1 gesetzt und BOOT_ORDER entsprechend angepasst.
  • Ein integrierter INA219-Chip misst Spannung und Strom der SSD; Standard-I2C-Adresse ist 0x40.

Befehle und Beispiele – vor Ausführung prüfen: 

dtparam=pciex1
lsblk
sudo fdisk /dev/nvme0n1
sudo mkfs.ext4 /dev/nvme0n1p1
sudo mkdir toshiba
sudo mount /dev/nvme0n1p1 ./toshiba
df -h
sudo dd if=/dev/zero of=./test_write count=2000 bs=1024k
sudo dd if=./test_write of=/dev/null count=2000 bs=1024k
sudo nano /etc/fstab
sudo mount -a
sudo rpi-eeprom-config --edit
NVME_CONTROLLER=1
BOOT_ORDER=0xf416

Hinweise und Versionsgrenzen

  • Alle Befehle sind versionssensitiv und können sich je nach Firmware-Stand ändern; vor Ausführung die aktuelle Dokumentation prüfen.
  • Partitionierung und Formatierung löschen vorhandene Daten auf der SSD endgültig – vorher Sicherung durchführen.
  • Änderungen an /etc/fstab sollten vor einem Neustart getestet werden, da fehlerhafte Einträge das Systemstarten verhindern können.
  • Bei Problemen beim Booten von der SSD kann eine Zeitstempel-Ungereimtheit vorliegen; Netzwerkzeit synchronisieren oder die Uhrzeit manuell setzen.
  • Die genaue Leseschreib-Leistung hängt stark von der verwendeten SSD und Umgebung ab; für exakte Werte einen PC-Test verwenden.
  • Ob das Board mit anderen Geräten wie Hailo-8 zusammenarbeitet, ist nur eingeschränkt gegeben (Gen2-Begrenzung); Kompatibilität mit fremden Erweiterungsboards muss individuell geprüft werden.

Quelle und Revisionsnachweis