Zum Inhalt springen

WSAL28515 – PCIe TO ETH M.2 HAT+

Aus JW Tech Wiki
Version vom 6. September 2026, 00:26 Uhr von JWTechPublisher (Diskussion | Beiträge) (Freigegebene technische Dokumentation veröffentlicht; Text-only und noindex)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Dokumentationshinweis: Diese technische Dokumentation wurde aus einer archivierten Lieferantenquelle neu formuliert. Technische Angaben und Befehle müssen vor der Verwendung mit der Produktversion und den Herstellerunterlagen abgeglichen werden.

Zusammenfassung

Der Waveshare PCIe TO ETH M.2 HAT+ erweitert den Raspberry Pi 5 um einen Gigabit-Ethernet-Anschluss und ein NVMe-M.2-Slot (Größen 2230 bis 2280). Das Modul nutzt ausschließlich PCIe Gen2 x1, unterstützt das Booten vom NVMe-SSD und enthält einen INA219-Stromsensor zur Überwachung der 5-Volt-Versorgung.

Zugeordnete Produkte bei JW Tech

Technische Übersicht

  • Kompatibel nur mit dem Raspberry Pi 5B; andere Pi-Modelle werden nicht unterstützt.
  • Unterstützt M.2-NVMe-Festplatten in den Formfaktoren 2230, 2242, 2260 und 2280.
  • Nur PCIe Gen2 x1 wird unterstützt; höhere Generationen sind nicht verfügbar.
  • Zwei Status-LEDs: PWR leuchtet dauerhaft bei eingeschalteter Stromversorgung, ACT blinkt während Lese-/Schreibvorgänge laufen.
  • Der Netzwerkanzeige zeigt grün bei 1-Gbit-Betrieb und gelb bei 100-Mbit-Betrieb.
  • Für die Erkennung des SSD muss im /boot/firmware/config.txt dtparam=pciex1 hinzugefügt und der Pi neu gestartet werden.
  • Partitionierung mit fdisk am Gerät /dev/nvme0n1 durchführen; Formatierung z. B. mit mkfs.ext4 auf /dev/nvme0n1p1.
  • Automatisches Einhängen über einen Eintrag in /etc/fstab mit ext4-Dateisystem und defaults-Optionen.
  • Zum NVMe-Boot: rpi-eeprom-config --edit aufrufen, NVME_CONTROLLER=1 setzen und BOOT_ORDER entsprechend anpassen, dann System auf den NVMe flashen und die TF-Karte entfernen.
  • Der integrierte INA219 überwacht die 5-Volt-Eingangsspannung; die Standard-I2C-Adresse ist 0x40 und kann durch Widerstände auf der Rückseite geändert werden.
  • I2C wird über dtparam=i2c_arm=on in config.txt oder über raspi-config aktiviert.

Befehle und Beispiele – vor Ausführung prüfen: 

dtparam=pciex1
sudo fdisk /dev/nvme0n1
sudo mkfs.ext4 /dev/nvme0n1p1
sudo mount /dev/nvme0n1p1 ./toshiba
sudo mount -a
sudo rpi-eeprom-config --edit
NVME_CONTROLLER=1
BOOT_ORDER=0xf416
ping baidu.com -I eth1
dtparam=i2c_arm=on

Hinweise und Versionsgrenzen

  • Das Raspberry Pi OS unterstützt standardmäßig kein NVMe-Boot; der Boot-Lader muss angepasst werden.
  • Partitionieren löscht alle Daten auf der SSD – vorher sichern.
  • Die genauen Werte von Spannung/Strömung des INA219 hängen von der verbauten SSD ab und müssen praktisch gemessen werden.
  • Bei anderen Betriebssystemen als dem offiziellen Raspberry Pi OS kann die Netzwerkkarte ohne erneutes Kompilieren des Kernels fehlen.
  • Die I2C-Änderung der Adresse erfordert Löten von Widerständen auf der Rückseite – nicht für alle Nutzer geeignet.
  • Die genaue BOOT_ORDER-Einstellung (0xf41 vs. 0xf416) sollte vor dem Neustart doppelt geprüft werden.

Quelle und Revisionsnachweis